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Wichtige Info bzgl. intransparenter Mitgliedsbeitragsfestsetzung der PTK Bayern
Verfasst am: 08. 10. 2015 [14:24]
schulla
Themenersteller
Dabei seit: 08.10.2015
Beiträge: 2
Liebe Ausbildungskolleginnen und -kollegen,

hier eine wichtige Information bzgl. der Mitgliedsbeitragsfestsetzung der PTK Bayern nach dem Staatsexamen. Ich selbst habe mich sehr über die PTK Bayern geärgert, vielleicht profitiert ja die/der eine oder andere von meinen Infos und kann sich ggf. Geld und Ärger sparen.

Nach Abschluss meiner Ausbildung im Herbst 2014 habe ich zeitnah meine Approbationsurkunde beantragt. Mir war klar, dass ich damit zum Pflichtmitglied der PTK Bayern werde und somit beitragspflichtig. Rein beruflich hätte ich die Urkunde 2014 noch nicht benötigt, wollte sie aber gerne in der Hand halten. Nachdem eine Kollegin bei der Ostdeutschen PTK für 3 Monate Mitgliedschaft 2013 im Jahr der Approbation 45 € bezahlt hatte (Jahresbeitrag 450 €; Teilzeittätigkeit Öffentlicher Dienst 87%), ging ich davon aus, dass ich für meine 2 Monate Mitgliedschaft 2014 ca. 50 € bezahlen müsste. Das war mir die Freude wert.

Überraschenderweise stellt mir die Kammer für die 2 Monate Mitgliedschaft 161 € in Rechnung. Bei einer maximalen Jahresgebühr von 340 € für Angestellte dachte ich an einen Rechenfehler und habe Widerspruch eingelegt. Zusätzlich habe ich eine Ermäßigung aufgrund meiner Teilzeittätigkeit (69 %) beantragt, was lt. Beitragsordnung möglich ist. Die Antwort der Kammer lautete, dass der Betrag korrekt sei, die Beitragsfestsetzung erfolge anhand von sog. „Beitragsstufen“ und einer Orientierung an „der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit“ - beide Begrifflichkeiten werden nicht näher definiert und sind in der offiziellen Beitragsordnung nicht zu finden.

Nachdem meine Nachfragen konsequent nicht zufriedenstellend beantwortet wurden, habe ich meinen gesamten Schriftverkehr mit der PTK Bayern einem Anwalt übergeben.

Urteil des Anwalts: Die Beitragsfestsetzung sei intransparent, nicht nachvollziehbar und die Beiträge wirken wie „freihändig“ festgesetzt. Das Verhalten der Kammer mir gegenüber hat er sogar als „dreist“ bezeichnet.

Das ernüchternde Ergebnis: Trotz anwaltlicher Aufforderung hat die Kammer die Berechnungsgrundlagen nicht offengelegt. Die Beitragsfestsetzung liege „im Ermessen“ der PTK Bayern und werde intern durch „Beitragsstufen“ vorgenommen. Wie viele dieser Stufen es gibt bzw. deren Höhe wird nicht preisgegeben. Der "Ermessens-Rahmen“ der Kammer lag 2014 für Angestellte zwischen 75 € und 340 € - ohne jegliche weitere Transparenz. Bzgl. der „durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit“ gab es folgende Antwort: „Bei einem deutlich über einer hälftigen Arbeitszeit liegendem Tätigkeitsumfang“ sei eine Ermäßigung des Beitrags nicht möglich – was auch immer „deutlich“ sein mag.

Ich muss jetzt trotz ausschließlicher Teilzeittätigkeit im Angestelltenverhältnis (Vergütung als Diplom-Psychologin) 546 € für insgesamt 14 Monate Mitgliedschaft 2014 und 2015 bezahlen. Die Bescheide sind bestandskräftig. Mir war nicht bewusst, dass die sog. „Gegenvorstellung“ (quasi der Widerspruch) nur ein „Service“ der PTK ist. Wie und wann sie darauf antworten entscheidet die Kammer für sich, so habe ich es zumindest erlebt. Wer mit seinem Bescheid nicht einverstanden ist, muss sofort Klage beim Verwaltungsgericht einreichen. So steht es auch in der Rechtsbehelfsbelehrung. Diese musste sogar mein Anwalt mehrmals lesen, um sie zu verstehen.

Fazit: Vor allem denjenigen, die im Herbst Prüfung ablegen und die Approbationsurkunde nicht sofort benötigen, rate ich mit der Beantragung zu warten, weil die Beiträge für ein paar Wochen Mitgliedschaft „meinem Ermessen nach“ unverhältnismäßig hoch sind.

Kollegiale Grüße
Ulla Schaller

PS.: Wer es für sinnvoll hält, darf diese Nachricht auch gerne weiterleiten.

 
Verfasst am: 04. 02. 2017 [02:35]
pia22
Dabei seit: 19.01.2017
Beiträge: 11
Liebe Ulla,

herzlichen Dank für diese wertvolle Information. Unglaublich, diese Haltung und das Vorgehen der Kammer.

Herzliche Grüße
Susa
 
Verfasst am: 11. 02. 2021 [20:22]
joklue
Dabei seit: 30.10.2019
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

die Beitragsfestsetzung der PTK Bayern (bei Neuapprobation und Teilzeitstelle) erlebe ich ähnlich intransparent. Der "Ermessens-Rahmen“ der PTK scheint da eine sehr große Spanne aufzuweisen.

Daher die Frage an alle Neuapprobierten mit Teilzeitbeschäftigug bei der PTK Bayern, was bei euch für Beiträge (bei wieviel % Teilzeitbeschäftigung) festgelegt wurden? Angeblich gibt es ja intern „Beitragsstufen“, die nur leider nicht preisgegeben werden. Eventuell kann man ja kollektiv etwas erreichen.

Ich freue mich über Antwort,
liebe Grüße
Anna
 



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