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PP Prüfung Frühjahr 2021 - Anfechtungen und Lösungsvorschläge
Verfasst am: 14. 03. 2021 [13:07]
a.mqs
Dabei seit: 23.07.2020
Beiträge: 2



Hi,

@PiA2021 zu NNT:

ich denke auch, dass C hier richtig ist. Sicherheitshalber würde ich das deshalb zumindest einmal anmerken beim IMPP... Hast du schon oder soll ich nochmal?


zur Hypothyreose bei Neugeborenen:

... bin ich auch auf die angegebene Trinkfaulheit "reingefallen" und habe Gewichtsverlust angekreuzt, obwohl ich wusste, dass Hypothyreose bei Erwachsenen eher mit Übergewicht assoziiert ist. Leider finde ich keine wissenschaftlichen Quellen, die hierzu von Gewichtsverlust bei Säuglingen berichten. Eher im Gegenteil wird angegeben, dass das Gewicht trotz Trinkfaulheit normal ist. Ich versuch es mal mit den "logischen" Argumenten einzureichen (dass ein Gewichtsverlust nicht ausgeschlossen werden kann), auch wenn ich mir da keine zu großen Erfolgschancen ausrechne...

Liebe Grüße,
Anna
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [13:14]
umut_oezdemir
Dabei seit: 13.03.2021
Beiträge: 3
"katharina2021" schrieb:

"BaldGeschafft2021" schrieb:

Ich habe zur Frage nach der systematischen Neutralität gerade auf http://www.mediation-berlin-blog.com/2010/11/29/allparteilichkeit-neutralitaet-systemische-therapie-beratung/ folgendes gefunden:

Für die systemische Therapie und Beratung unterscheiden Rudolf Klein und Andreas Kannicht drei Ebenen der Neutralität. Die Konstruktneutralität meint, eine Parteinahme für oder gegen irgendwelche Sichtweisen der Klienten zu unterlassen. Die Beziehungs- oder soziale Neutralität bedeutet, dass der systemische Therapeut / Berater Koalitionsangebote vonseiten der Klienten für oder gegen andere Mitglieder der Familie oder sonstiger relevanter Personen nicht annehmen darf. Und unter Veränderungsneutralität wird verstanden, negative oder positive Bewertungen einer Symptombildung gegenüber genauso zu unterlassen wie Einladungen zum Kontrollieren bzw. Bekämpfen eines präsentierten Symptoms. (Klein; Kannicht S. 25).

Dementsprechend käme sowohl die Antwort D als auch E in betracht, womit die Frage nicht eindeutig zu beantworten ist... Hat jemand dazu entsprechende Literatur?


In "Jochen Schweitzer, Arist von Schlippe: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen. Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, ISBN 978-3-647-40185-0. S. 205." findet sich folgender Abschnitt: 11.7 Von der Allparteilichkeit zur Neutralität
[...]"Neutralität ist dabei nicht als Absicht gemeint, sondern wird von der Wirkung her verstanden. Wenn den Teilnehmern einer systemischen Beratung hinterher unklar ist, auf wessen Seite der Berater mehr gestanden hat, welche der vertretenen Ideen er favorisiert und wie er zum Problem steht - dann war der Berater "neutral".
Demnach käme m.E. auch Antwort C (die eigene Meinung nicht mitzuteilen) in Frage.

Im Wikipedia-Artikel zur Allparteilichkeit finden sich unten ein paar Literaturangaben, die man hier evtl zur Anfechtung nutzen könnte.


Hast du das eingereicht? Wenn nicht, würde ich die Frage mit diesen Quellen anfechten.

Viele Grüße

Umut
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [13:18]
xenia
Dabei seit: 19.11.2020
Beiträge: 4
Hallo zusammen,
ich habe mal Anfechtungen formuliert für die Fragen 6 (zirkuläre Frage), 38 (Patientin im Erstgespräch entwertet und idealisiert ihren Vater, Lösung vermutlich Spaltung)und 54 (Neutralität) der Prüfungs-Version A.
Ob es erfolgsversprechend ist, kann ich schwer einschätzen, aber immerhin einen Versuch ist es mir wert...

Hier mein Text:
1.
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Die Frage Nr. 6 ist insofern uneindeutig, als dass aus dem Text nicht hervorgeht, welche spezifische systemische Fragetechnik gemeint ist. Es kommen meines Erachtens mehrere Lösungsmöglichkeiten in Frage. Es handelt sich nämlich sowohl um eine zirkuläre Frage, als auch um eine reflexive und hypothetische Frage.

Begründung: Als Beispielfrage steht geschrieben: „Was denkt ihr Partner wohl über Sie, wenn Sie sich wie berichtet von ihm zurückziehen.“ Es kommen meines Erachtens mehrere Lösungsmöglichkeiten in Frage. Es handelt sich nämlich sowohl um eine zirkuläre Frage, als auch um eine reflexive und hypothetische Frage. Meines Erachtens ist der Begriff „zirkuläre Frage“ eine Art Oberbegriff, unter dem sich verschiedene Subtypen von Fragen verstehen lassen.

Im Internet- „Lexikon der Psychologie“ des Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg steht unter „zirkuläres Fragen“:
„zirkuläres Fragen, eine Technik, die zum Standardrepertoire der systemischen Therapie gehört; dient weniger der Erhebung als eher der Erzeugung von Information. Klienten werden in die Position eines Beobachters versetzt, es werden immer wieder neue Perspektiven eingeführt, die einen reflexiven Prozeß einleiten. Verhaltensweisen, Symptome, auch unterschiedliche Formen von Gefühlsausdruck werden dabei in ihrer kommunikativen Funktion gesehen. Statt eine Person z.B. nach ihren eigenen Empfindungen zu befragen, wird nach der Wirkung eines mitgeteilten Gefühls auf andere Personen gefragt. Statt nach Symptomen zu fragen, wird der Akzent darauf gelegt, wie jedes Familienmitglied diese beschreibt, welche Erwartungen und Beobachtungen damit verbunden sind und wie darauf reagiert wird.
Entsprechend dem zirkulären Verständnis systemischer Therapie wird dabei nach Mustern gefragt und nicht nach Ursachen: Ein Symptom ist kein “Ding”, sondern ein Prozeß, an dem, besonders im Bereich sog. psychischer Krankheit, Handlungen verschiedener Personen beteiligt sind: Was tut Ihr Mann, wenn Ihr Sohn das tut, was Sie verhaltensgestört nennen? – Wie reagiert der darauf? – Was macht Ihr Sohn anders, wenn Sie ihn für gesund halten?
Es lassen sich verschiedene Klassen von Fragen unterscheiden, z.B. die eben beschriebenen Fragen zur Problemdefinition; Fragen nach problematischen Verhaltensmustern (Wenn X das tut, was Y so aufregt, wie verhält sich dann Z? – Wenn Z das Problemverhalten aktiv herbeiführen wollte, was müßte er tun?); Fragen nach dem Vergleich (z.B. vor und nach bedeutsamen Ereignissen); Fragen nach Ausnahmen (Wann tritt ein beklagtes Verhalten nicht auf?) oder sog. triadische Fragen: Eine Person wird in Gegenwart der anderen zur anderen befragt (Was vermuten Sie, was Ihre Frau darüber denkt?). Eine besondere Klasse stellen hypothetische Fragen dar. Mit ihnen kann spielerisch eine “Als-Ob-Realität” entworfen werden, ohne eine Deutung oder Richtung aufzuzwingen: Angenommen Ihre Entscheidung, nicht zu essen, wäre ein Protest, wogegen könnte er sich richten? Hypothetischen Charakter haben auch sog. Zukunftsfragen: (Gesetzt den Fall, Ihr Sohn entscheidet sich, auszuziehen, wie würden Sie Ihr Leben gestalten?) oder Lösungsfragen (Wenn ein Wunder geschehen würde, und das, was Sie heute als Problem erleben, wäre verschwunden...).“

J. Schweitzer (2005) schreibt hierzu: „Fragen sind in diesem Modell die wichtigsten Träger und Erreger von Informationen (Unterschiedsbildungen), die bei den Klienten angestoßen werden sollen.“ […] „Mehrere dieser Beispielsfragen sind bereits zugleich hypothetische Fragen. Diese beginnen meist mit "Angenommen, dass...“ oder „Was wäre wenn..“ Sie regen neue Optionen an, ohne dass die Klienten direkt aufgefordert werden, etwas Bestimmtes zu tun."( S.312).

Literatur:
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/zirkulaeres-fragen/17244
Schweitzer, J. (2005): Systemische Therapie. In: Senf, W. und Broda, M. (Hrsg.). Praxis der Psychotherapie. Ein integratives Lehrbuch. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. (S 308 - 325).
Simon, F.B. & Rech-Simon, Ch. (1999). Zirkuläres Fragen. Systemische Therapie in Fallbeispielen. Ein Lernbuch. Heidelberg: Carl Auer

_____________
2.
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung: Es könnten drei Antworten in Frage kommen statt der geforderten Einfachantwort.

Die Frage Nr.: 38 ist in so fern uneindeutig, als aus dem Text nicht genau hervorgeht, welcher Abwehrmechanismus gemeint ist. Es kommen m.E. sowohl Entwertung (Antwort A), Idealisierung (Antwort B) als auch Spaltung (Antwort E) in Frage.

Begründung: Im Prüfungs-Text steht: „Eine Patientin schildert im Einzelgespräch, dass sie nichts mehr mit ihrem Vater zu tun haben möchte, da dieser sie in der Kindheit wiederholt massiv emotional verletzt habe. Zum Ende der Stunde erwähnt sie fröhlich, dass ihr Vater sie gleich abholen werde und sie sich darüber freue.“ In der Prüfungsliteratur Hiller et. al. (2018) finden sich folgende Definitionen der Abwehrmechanismen: Idealisierung/ Entwertung (Antwort B /A) : „Das Introjekt vom gegenüber wird in gut und böse Anteile gespalten, wobei in der Folge entweder nur die guten Anteile (Idealisierung) oder nur die bösen Anteile (Entwertung) wahrgenommen werden.“ Spaltung (Antwort E): „Objekte und Selbst werden in gut und böse aufgeteilt, wobei ein Objekt auch wechselseitig gut oder böse erscheinen kann. Das gute Objekt wird idealisiert, das Böse wird abgewertet.“ Meines Erachtens können demnach alle 3 Antwortmöglichkeiten als passend und richtig angekreuzt werden.

Literatur:
In Hiller, Leibing, Leichsenring, Sulz (2018): Lehrbuch der Psychotherapie für die Ausbildung zur/zum Psychologischen Psychotherapeuten und für die ärztliche Weiterbildung. Band 2 Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Herausgeber Falk Leichsenring. CIP-Medien: München.

__________
3.
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Die Frage Nr. 54 ist nicht eindeutig zu beantworten, da sich in der systemischen Fach-Literatur verschiedene Definitionen zu Neutralität finden. Es kommen somit mindestens zwei Antwortmöglichkeiten, nämlich D und E in Frage statt der geforderten Einfachantwort.
Begründung:
In der Fachliteratur zur systemischen Therapie und Beratung werden gleich mehrere Formen der Neutralität unterschieden. So findet sich beispielsweise in der Literatur von Retzer, A. (2006), sowie Klein und Kannicht (2009) die Unterscheidung in verschiedene Ebenen der Neutralität: Zum Beispiel: „Soziale Neutralität oder auch Beziehungsneutralität“: K. Klein sowie A. Kannicht (2009) schreiben hierzu “Koalitionsangebote von Seiten der Klienten für oder gegen andere Mitglieder der Familie oder sonstige relevante Personen nicht annehmen.“ Retzer (2006) schreibt ergänzend: „Die Neutralität im Hinblick auf die Beziehungen des Therapeuten zu seinem Klienten zeigt sich in dem Maße, in dem die Einladung zur Parteinahme, zu Koalitionen oder gar zur Allianz mit Klienten und gleichzeitig gegen andere nicht angenommen wird.“ (Retzer, 2006, S. 163) Diese Definition entspräche m. E. Antwortmöglichkeit E.
Konstruktneutralität: K. Klein sowie A. Kannicht (2009) schreiben hierzu: “die Parteinahme für oder gegen irgendeine Sichtweise des Klienten zu unterlassen.“ Im Artikel „Auf den Spuren des Systemischen Konstrukts der Neutralität“ von Manuela Seidelberger (2010) erschienen im Magazin „Systemische Notizen“: wird näher ausgeführt: „Unter Konstruktneutralität ist eine neutrale Haltung des Therapeuten in Hinblick auf Bedeutungs- und Bewertungskonstruktionen der Klienten gemeint. Die Neutralitätsposition des Helfers wird gegenüber Lebensentwürfen, Sichtweisen und Weltbildern von diesen Klienten eingenommen. Positive und negative Bewertungen werden vom Therapeuten unterbunden (vgl. Retzer, 2006, S. 163).“Als dritte Ebene der Neutralität wird die Veränderungsneutralität oder auch Lösungs- bzw. Problemneutralität aufgeführt: K. Klein sowie A. Kannicht (2009)schreiben hierzu: „Veränderungsneutralität meint negative und positive Bewertungen einer Symptombildung genauso zu unterlassen wie Einladungen zum Kontrollieren bzw. zum Bekämpfen eines präsentierten Symptoms auszuschlagen. Beide Ebenen der Neutralität entsprächen der Antwortmöglichkeit D. Insofern wären zwei Antworten E und D zulässig.

Eine stimmige Argumentation findet sich auch in Senf und Broda: Praxis der Psychotherapie“. J. Schweitzer schreibt im Kapitel 22: Systemische Therapie auf S. 311 ebenfalls „[..] Neutralität ist auf 3 Ebenen gefordert: Soziale Neutralität gegenüber Personen: nicht einseitig Partei ergreifen weder für die eine noch für die andere Konfliktpartei.“ „Neutralität gegenüber Ideen: offen bleiben gegenüber widersprüchlichen Ideen darüber, wie ein Psychotherapieproblem entstanden und wie es am besten zu lösen sei.“ „Am schwierigsten scheint Neutralität gegenüber Symptomen und damit verbunden auch Neutralität gegenüber Veränderungs- und Nichtveränderungsimpulsen zu sein. […].“

Literatur:
Klein, R. & Kannicht, A. (2009). Einführung in die Praxis der systemischen Therapie und Beratung. Heidelberg: Carl Auer Verlag.
Retzer, Arnold (2006) Passagen. Stuttgart: Klett-Cotta.
Seidelberger, M. (2010):Systemische Notizen. Heft 4. Artikel: „Auf den Spuren des Systemischen Konstrukts der Neutralität“ Herausgeber: Herausgeberin, Medieninhaberin: la:sf. Lehranstalt für systemische Familientherapie der Erzdiözese Wien für Berufstätige
1130 Wien, Trauttmansdorffgasse 3a.
Schweitzer, J. (2005): Systemische Therapie. In: Senf, W. und Broda, M. (Hrsg.). Praxis der Psychotherapie. Ein integratives Lehrbuch. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. (S 308 - 325).

Viele Grüße
Xenia
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [13:21]
adeha
Dabei seit: 14.03.2021
Beiträge: 1
Hallo zusammen liebe Geprüfte icon_wink.gif

Ihr könnt Euch bestimmt gut an die Frage zur Gegenübertragung erinnern. Es klang ja zunächst alles nach komplementärer GÜ.

Aber,der letzte Satz sagt doch (m.E.)was anderes:

Die Therapeutin bemerkt, dass sie in ihrer GÜ Impulse entwickelt hat, die denjenigen ähneln, die die Pat. in der Beziehung zu ihren wichtigsten Bezugspersonen erlebt hat.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.2021 um 13:21.]
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [13:25]
umut_oezdemir
Dabei seit: 13.03.2021
Beiträge: 3
"xenia" schrieb:

Hallo zusammen,
ich habe mal Anfechtungen formuliert für die Fragen 6 (zirkuläre Frage), 38 (Patientin im Erstgespräch entwertet und idealisiert ihren Vater, Lösung vermutlich Spaltung)und 54 (Neutralität) der Prüfungs-Version A.
Ob es erfolgsversprechend ist, kann ich schwer einschätzen, aber immerhin einen Versuch ist es mir wert...

Hier mein Text:

[...]

Viele Grüße
Xenia



Liebe Xenia,

vielen Dank! Das ist besser formuliert, als ich es je hinbekommen hätte. Ich halte den Einspruch bei der systemischen Frage für berechtigt, da nicht eindeutig beschrieben wurde, welche Art von Neutralität gemeint ist.

Viele Grüße

Umut
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [14:03]
valentinhaas
Dabei seit: 16.12.2020
Beiträge: 7
"a.mqs" schrieb:




Hi,

@PiA2021 zu NNT:

ich denke auch, dass C hier richtig ist. Sicherheitshalber würde ich das deshalb zumindest einmal anmerken beim IMPP... Hast du schon oder soll ich nochmal?


zur Hypothyreose bei Neugeborenen:

... bin ich auch auf die angegebene Trinkfaulheit "reingefallen" und habe Gewichtsverlust angekreuzt, obwohl ich wusste, dass Hypothyreose bei Erwachsenen eher mit Übergewicht assoziiert ist. Leider finde ich keine wissenschaftlichen Quellen, die hierzu von Gewichtsverlust bei Säuglingen berichten. Eher im Gegenteil wird angegeben, dass das Gewicht trotz Trinkfaulheit normal ist. Ich versuch es mal mit den "logischen" Argumenten einzureichen (dass ein Gewichtsverlust nicht ausgeschlossen werden kann), auch wenn ich mir da keine zu großen Erfolgschancen ausrechne...

Liebe Grüße,
Anna


Liebe Anna, ich habe gerade mit einem Mediziner darüber gesprochen und er meinte, dass sowohl Durchfall als auch psychomotorische Retardierung am ehesten auftreten können, Gewichtsabnahme sei nicht ausgeschlossen, und die Frage genau so uneindeutig ist wie ein Beipackzettel. Nur die Antworten Tachykardie und muskuläre Hypertonie seien sehr unwahrscheinlich. Außerdem lässt sich der Begriff Verlauf nicht differenzieren. Handelt es sich um einen kurzfristigen mittelfristigen oder langfristigen Verlauf. Was meinst Du?

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.2021 um 14:09.]
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [14:24]
inna
Dabei seit: 13.03.2021
Beiträge: 9
Also ich habe nur kurz und logisch argumentiert. In der Literatur geht immer um ältere Kinder und nicht um silch kleine. Die Frage wäre viel eindeutiger, wenn sie nach einem 1 Monatigen Kind gefragt hätten oder nach einem erwachsener Kind, wenn sie wissen wollten, ob wir uns mit Folgen der Hypotereose auskennen.

Bei Trinkschwäche bei Säuglingen kommt es in der ersten Linie zur Gewichtsabnahme. Gewichtszunahme bei Hypothereose bei Erwachsenen kommt durch weitere normale Ernährung bei verlangsamten Methabolismus. Ein Kind mit Trinkschwäche der zu wenig oder gar keine Nahrung zu sich nimmt, wird ohne Behandlung zuerst abnehmen. Zu den langfristige Folgen wie psychomotorische Retardierung kommt es erst nach 3-6 Monaten ohne Behandlung. Da es in der Fragestellung aber keinen Hinweis auf Folgenart (lang oder kurzfristig) gibts. Sind beide Antworten: Gewichtsabnahme und Psychomotorische Retardierung richtig.

Meine SuVi meinte, es ist ok so. Man konnte noch evtl dazu noch schreiben , dass "im Verlauf" unklare Zeitangabe ist

Wir bräuchten hier ein richtig medizinisches Buch mit Folgen von Trinkschwäche

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.2021 um 14:25.]
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [14:50]
benlem
Dabei seit: 24.01.2020
Beiträge: 5
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 28
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Frage: In der psychodynamischen Theorie ist im Rahmen der Entwicklungslinie des Narzissmus der Begriff der ,,idealisierten Elternimago" bedeutsam. Welchem der folgenden psychodynamischen Paradigmen ist dieser Begriff am ehesten zuzordnen?
Begündung:
Mit Narzissmus wird in Anlehnung an den antiken Narcissus-Mythos die Liebe bezeichnet,
welche man dem Bild von sich selbst entgegenbringt. Freud führte den Begriff 1914 in die psychoanalytische Theorie ein und stellte mit ihm die libidinöse Besetzung des Ich der *** Objektbesetzung *** gegenüber. Darüber hinaus verwendete er den Begriff auch zur Beschreibung einer sexuellen Perversion, einer Entwicklungsstufe und einer spezifischen Art der Objektwahl. Die Narzissmustheorie ist ein ebenso zentraler wie kontrovers diskutierter Teil des psychoanalytischen Gedankengebäudes und Bestandteil vielfältiger Auseinandersetzungen.
Literatur:
Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 30
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Eine Patientin schildert im Erstgespräch, dass sie nichts mehr mit zu tun
haben möchte, da dieser sie in ihrer Kindheit wiederholt massiv emotional ver\etzt habe. ZumBndeder Stunde erwähnt sie fröhlich, dass 1ffi werde und sie sich darüber freue. Welcher Begriff der psychodynamischen Theorie beschreibt am ehesten die Unfähigkeit der Patientin, den Widerspruch in ihrem Bericht zu erkennen? Der Distraktor Idealisierung ist eine subkategorie von Spaltung laut Repitetorium.
Begündung:
*** Spaltung ***: Aufteilung der psychischen Repräsentanzen
von Selbst und Objekt in kontradiktorische Qualitäten, die auseinandergehalten werden müssen, z.B. „nur gut” (*** Idealisierung ***) und „nur böse” (Entwertung). Spaltung ist ein frühkindlicher Abwehrmechanismus eines zur Verdrängung noch unfähigen Ich (vgl. Abbildung 23.2)
Literatur:
Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 40
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Idiographisch bedeutet: "(von griech. idios: ‚eigen‘ und graphein: ‚beschreiben‘) ist eine Forschungsrichtung, bei der das Ziel wissenschaftlicher Arbeit die umfassende Analyse konkreter, also zeitlich und räumlich einzigartiger Gegenstände ist. Ihr Hauptanwendungsbereich sind die Geisteswissenschaften." (Wikipedia)
Begündung:
Wie genau kann man die Antwortmöglichkeiten eindeutig zuordnen i.S. von "konkreter, also zeitlich und räumlich einzigartiger"?
Literatur:
Heinrich Rickert: Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft. Mohr, Freiburg 1899; Heinrich Rickert: Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung. Eine logische Einleitung in die historischen Wissenschaften. Fünfte, verbesserte, um einen Anhang u. ein Register vermehrte Auflage. Mohr, Tübingen & Leipzig 1929.
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 51
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
"angeborenen Hypothyreose" - mehrere Antworten möglich.
Begündung:
Wenn, wie in der Frage erwähnt ein Säugling "Trinkfaul" ist, kommt es unweigerlich zu einer Gewichtsabnahme.
"Die Säuglinge trinken schlecht, bekommen eine Verstopfung, sind teilnahmslos und schlafen viel. Oft müssen sie zu den Mahlzeiten geweckt werden."
Literatur:
C. I. Kaye und the Committee on Genetics: Newborn Screening Fact Sheet. In: Pediatrics. 2006; 118, S. e934–e963, PMID 16950973
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 74
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Eine "lineare Frage". Die Distraktoren sind nicht eindeutig zu erkennen.
Begündung:
"Die Entstehung von Symptomen lässt sich nicht in Form linearer
Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge" (s. Repitotorium)." Antwort B und C sind "linearer Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge"! Wobei B auch noch Störungspotential für die Patienten-Therapeuten-Beziehung beinhaltet (Schuldzuweisung, Täter-Opfer-Umkehr, etc.).
Literatur:
Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 77
Art der Kommentierung: Formal und Inhaltlich
Darstellung:
Wie kann man die Antwortmöglichkeiten eindeutig auseinander halten? Literatur dazu bitte!
Begündung:
Definiere Ethik und Lebensqualität!
Literatur:
Biddeschön: https://de.wikipedia.org/wiki/Ethik
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [16:21]
hängematte
Dabei seit: 13.05.2020
Beiträge: 3
@Xenia: Hast du das für Frage 54 so eingereicht? Ich würde die Frage sonst auch einreichen, müsste aber noch Literatur suchen

Ist auf jeden Fall super ausgearbeitet von diricon_biggrin.gif!
 
Verfasst am: 14. 03. 2021 [16:24]
mely
Dabei seit: 13.03.2021
Beiträge: 3
Hallo,

gibt es noch jemanden, der sich bei der offenen Frage mit der wahrscheinlichen Musterlösung "Emotionale Störung mit Trennungsangst" für die Alternative Generalisierte Angststörung entschieden hat?
wurde das schon angefochten?

Viele Grüße
 



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