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Forum » Ausbildung » Ablauf
 
Teilzeit Ausbildung: Erfahrung
Verfasst am: 15. 08. 2013 [17:33]
thalia
Themenersteller
Dabei seit: 15.08.2013
Beiträge: 8
Hi!

Ich studiere im Moment Pädagogik und würde gerne nächsten Herbst mit der KJP Ausbildung beginnen.
Im Moment beschäftigt mich die Frage, ob ich die Ausbildung in Vollzeit machen soll. Vollzeit ist mir nur durch ein Darlehen möglich...

Jetzt zu meinen Fragen icon_biggrin.gif

Stellt die Teilzeit Ausbildung wirklich eine zeitliche Erleichterung dar? Also hat man tatsächlich weniger Theorie, Selbsterfahrung, Supervision im Monat?
Ist eine Berufstätigkeit nebenher problemlos möglich?

Wie sieht es während der praktischen Tätigkeit aus? Gibt es Stellen in Halbzeit in den Kliniken? Ist eine halbe Stelle schwerer zu ergattern?

Wie ist es überhaupt mit den Klinikplätzen? Wie wahrscheinlich ist es, dass man einen Platz in der Stadt des Instituts bekommt und nicht pendeln muss?

Ist es egal, ob man zuerst mit den 1200 Stunden oder den 600 Stunden beginnt?

Muss man die Praktische Tätigkeit gleich zu Beginn seiner Ausbildung absolvieren?
Kann man (sollte man keine Stelle finden oder eine Stelle für das nächste Jahr in Aussicht gestellt bekommen) auch erst im zweiten Ausbildungsjahr mit der praktischen Tätigkeit beginnen und vorher die anderen Ausbildungsinhalte machen?

Ich hoffe sehr, ihr könnt mir weiter helfen! Danke icon_smile.gif
 
Verfasst am: 16. 08. 2013 [08:43]
potidaia
Dabei seit: 29.03.2013
Beiträge: 31
Hallo Thalia,

Stellt die Teilzeit Ausbildung wirklich eine zeitliche Erleichterung dar? Also hat man tatsächlich weniger Theorie,...

Es gibt Institute, an denen es dir frei gestellt wird, wieviele Veranstaltungen du in welchem Zeitraum belegst, an anderen Instituten wird dir mehr oder weniger ein Stundenplan vorgegeben.

weniger Selbsterfahrung...

Wieviel Selbsterfahrung du pro Monat machst, ist dir überlassen bzw. hängt auch davon ab, welches therapeutische Verfahren du machen möchtest. Seltener als einmal wöchentlich Selbsterfahrung ist sicherlich nicht empfehlenswert.

Supervision in Monat...

Ca. jede vierte Therapiestunde sollte supervidiert werden, aber das ist ja eh erst für den praktischen Abschnitt relevant.

Ist eine Berufstätigkeit nebenher problemlos möglich?

Ich finde nebenher berufstätig zu sein, ist durchaus möglich, erfordert aber sicherlich ein wenig Flexibilität deines Arbeitgebers, ich bin beispielsweise in der AKJH beschäftigt.

Wie sieht es während der praktischen Tätigkeit aus? Gibt es Stellen in Halbzeit in den Kliniken? Ist eine halbe Stelle schwerer zu ergattern?

Es gibt durchaus auch Halbzeitstellen in Kliniken und diese sind auch nicht schwerer bzw. einfacher zu ergattern. Kommt halt drauf an, welches Modell die Kliniken in deiner Umgebung fahren.

Wie ist es überhaupt mit den Klinikplätzen? Wie wahrscheinlich ist es, dass man einen Platz in der Stadt des Instituts bekommt und nicht pendeln muss?

Über eine Wahrscheinlichkeit lässt sich keine Aussage treffen. In Großstädten ist es sicherlich schwieriger als in ländlicheren Regionen und ein bisschen Vitamin B schadet sicherlich auch nicht bei der Suche. icon_wink.gif

Ist es egal, ob man zuerst mit den 1200 Stunden oder den 600 Stunden beginnt?

Ist egal.

Muss man die Praktische Tätigkeit gleich zu Beginn seiner Ausbildung absolvieren?
Kann man (sollte man keine Stelle finden oder eine Stelle für das nächste Jahr in Aussicht gestellt bekommen) auch erst im zweiten Ausbildungsjahr mit der praktischen Tätigkeit beginnen und vorher die anderen Ausbildungsinhalte machen?

Sollte prinzipiell gehen. Besprich das aber vorher mit deinem Institut.
 
Verfasst am: 16. 08. 2013 [17:44]
thalia
Themenersteller
Dabei seit: 15.08.2013
Beiträge: 8
Danke für die ausführliche Antwort! icon_lol.gif

Kann mir noch jemand seine Erfahrungen mit der Ausbildung in Teilzeit schildern? So etwas ist immer sehr hilfreich! icon_smile.gif

Manche Institute werben damit, dass sie auch gerne einen individuellen Kooperationsvertrag mit einer (bisher nicht kooperierenden) Klinik, etc. eingehen.
Ist das wirklich so unproblematisch? Wie läuft das ab? Ich bewerbe mich bei Kliniken und frage dann beim Institut, ob die einen Vertrag machen können? Wovon ist das Zustandekommen eines Vertrags abhängig?

Eine Frage zu der Praktischen Tätigkeit II also den 600 Stunden:
Ich verstehe die gesetzlichen Vorgaben nicht so ganz. Welche Einrichtungen fallen denn in diesen Bereich? Kliniken und niedergelassene Therapeuten, oder? Bei manchen Instituten sind aber bei den 600 Stunden auch andere Einrichtungen aufgeführt, bsp. Einrichtungen der Jugendhilfe, Suchtberatung, etc.
Wovon hängt es ab, ob die Arbeit in einer Einrichtung für die Ausbildung anerkannt wird? Muss ein approbierter Therapeut dort beschäftigt sein?
 
Verfasst am: 20. 08. 2013 [13:16]
licht
Dabei seit: 23.03.2011
Beiträge: 27
Das Zustandekommen einen Kooperationsvertages ist von mehreren Faktoren abhängig:

1. gesetzliche Vorgaben
Die PsychTh-APrV regelt, welche Voraussetzungen eine Klilnik/eine Kooperationseinrichtung erfüllen muss.

2. behördliche Vorgaben
Die Landesprüfungsämter der einzelnen Bundesländer legen die allgemeinen bestimmungen der PsychTh-APrV unterschiedlich eng oder weit aus

3. der Klinik
wenn eine Klinik bereits viele kooperationsverträge mit verschiedenen Ausbildungsinstituten hat, dann schliesst sie möglicherweise keine neuen Verträge mehr ab (Einzelkooperationsverträge gehen aber meist immer)

4. dem Institut
wenn alle drei Punkte vorher passen, kommt es drauf an, wie flexibel oder willig das Institut ist, einen Kooperationsvertrag abzuschliessen. Können würde es, müssen aber nicht.

Sinnvollerweise wählst du Dir aber ein Institut und hast evtl. bereits eine Idee für eine Klinik und klärst das konkrete Anliegen bei der Auswahl Dienes Institutes ab.


Was die pT2 betrifft:
das ist in der PsychthAPrV §2 Abs.2 Satz 2 geregelt:
"mindestens 600 Stunden an einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung, in der Praxis eines Arztes mit einer ärztlichen Weiterbildung in der Psychotherapie oder eines Psychologischen Psychotherapeuten"



Das bedeutet alle EInrichtungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen und Rentenversicherer anerkannt sind und mit diesen psychosomatische und/oder psychotherapeutische Leistungen abrechnen können.
Damit scheiden Psychotherapeuten mit Privatpraxis z.B. schon mal aus.
Alle kassenzugelassenen Psychotherapeuten jedoch, Psychosomatische Kliniken, Ärzte mit Weiterbildung in Psychotherapie gehen.
Jugendhilfe und Suchtberatung prinzipiell erstmal nicht, wegen der fehlenden Abrechnungsmöglichkeit mit den Sozialversicherungsträgern. Teilweise haben dies Einrichtungen aber Verträge mit Kassen, dann geht es auch dort - da hilft aber nur nachfragen.

Gruß,
das Licht
 



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