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Gehalt Ma-Psychologie vs. Therapeut
Verfasst am: 19. 10. 2017 [20:51]
achimedes
Themenersteller
Dabei seit: 17.10.2017
Beiträge: 4
Hallo,

hab gerade das Gerücht gehört, man verdiene als approb. Therapeut am Ende in einer Klinik kaum mehr, als im Vgl. wenn man nur als Psychologe mit Studienabschluss arbeitet.

Sprich: die Ausbildung ist im klin. stationären Setting zwar nötig, aber nicht lukrativer am Ende.

Stimmt das? Wer weiß was?icon_cry.gif

DANKE
Achim
 
Verfasst am: 21. 10. 2017 [10:11]
skillfully
Dabei seit: 21.10.2017
Beiträge: 3
Hallo,

wie immer kommt das auf den Einzelfall an, ist aber grundsätzlich leider tatsächlich kein Gerücht. Wenn du als Psychologe im öffentlichen Dienst arbeitest, also z.B. an einer Uniklinik, dann wirst du nach dem TVÖD bzw. TVL bezahlt und dort in die Stufe 13 eingeordnet. Als approbierter Kollege erhälst du in der Regel maximal Stufe 14. Angemessen wäre eigentlich Stufe 15 analog zum Facharzt. Leider ist es jetzt so, dass viele Kliniken, gerade in großen Unistädten, keine Probleme damit haben, Psychologische Psychotherapeuten zu finden, die gerne auch für TVÖD 13 arbeiten... Ich würde also vermuten, dass in der Realität mehr Psychologische Psychotherapeuten für TVÖD 13 arbeiten als für 14. Und der Unterschied zwischen 13 und 14 ist jetzt auch nicht sooo groß (siehe öffentlich einsehbare Gehaltstabellen). Dann gibt es noch die ganzen anderen Tarife (z.B. Caritas, Awo etc.). Auch hier erhält ein Psychologischer Psychotherapeut in der Regel nur wenn er gut verhandelt einen höheren Tarif als ein "normaler" Psychologe. Von den ganzen privaten klinikinternen Tarifverträgen ganz zu schweigen. Letzlich lassen sich zu viele Kollegen einfach zu schlecht bezahlen, obwohl es durchaus möglich ist, mit gar nicht so harten Verhandlungen sein Gehalt zu verbesseren. Meistens gibt es nämlich durchaus Spielraum. Ich weiß z.B. von einer Kollegin, die es mit einer Nachfrage von 13 auf 14 geschafft hat oder eine Kollegin, die bei einem privaten Tarif mal eben mit ein bisschen Hartnäckigkeit 300 Euro mehr Gehalt rausgeholt hat.
Die Ausbildung ist aber nicht nur primär als Möglichkeit zu mehr Einkommen zu sehen, sondern eine fachliche und persönliche Weiterqualifikation und tatsächlich legen viele Kliniken auch Wert darauf, dass man sich in einer solchen Ausbildung befindet. Gerade Leitungsposititionen setzten sie auch oft voraus. Man wird also auch in einer Klinik mit Ausbildung karrieretechnisch sicher weiter kommen als ohne. Falls man sich unsicher ist, ob man die Zeit und die Kosten für eine solche Ausbildung investieren will, dann findet man im Regelfal aber auch in einer Klinik eine Anstellung ohne Ausbildung, gerade wenn man örtlich etwas flexibel ist und nicht auf große Städte festgelegt ist.

Viele Grüße
skillfully

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.2017 um 10:13.]
 



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