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Private Patienten neben der Ausbildung
Verfasst am: 28. 03. 2019 [14:02]
luiselotte
Themenersteller
Dabei seit: 28.03.2019
Beiträge: 5
Hallo,

ich überlege gerade, wie sich die nicht gerade kurze Durststrecke der Ausbildung am besten überstehen ließe und könnte mir vorstellen, schon direkt nach dem Studium erste selbstständige Schritte zu wagen.

Nun meine Fragen:

Theoretisch sollte es doch gehen, direkt mit dem Master einen Heilpraktikerschein (kleiner HP?) zu beantragen und dann auf HPG-Basis zu therapieren, also privat? Dann frage ich mich immer ob das denn überhaupt jemand macht, denn eigentlich fehlt ja noch die Ausbildung? Wie seht Ihr das? Gibt's da schon Erfahrungen?

Gibt's da irgendwelche Probleme mit parallel angefangener PT-Ausbildung?

Sollte man dafür einen ordentliche Praxis gründen? Und jetzt ganz wichtig: wie kommt man zu seinen ersten privaten Patienten? Webseite?

Bin mal gespannt icon_smile.gif
VG, Luiselotte

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.2019 um 14:05.]
 
Verfasst am: 09. 04. 2019 [17:38]
trobairitz
Dabei seit: 26.02.2016
Beiträge: 24
Hallo,

ja, das ist möglich, es macht aber kaum jemand. In den meisten Bundesländern kannst du den HP-Schein direkt nach dem Studium beantragen, in manchen wird trotz allem die Ausbildung vorausgesetzt. Dann kannst du privat abrechnen oder versuchen, Patienten zu akquirieren, deren Kassen Kosten für HP übernehmen. Dabei gibt es aber auch eine Abrechnungstabelle und die Sätze sind nicht berauschend. Ich würde dafür zumindest ein Zimmer mieten und professionell einrichten. Ich denke, dass es sich nur lohnt, wenn du im gleichen Ort langfristig eine Praxis führen willst, denn die Akquise braucht Arbeit! Eine professionelle Website sollte selbstverständlich sein, ansonsten lohnen sich professionelle Zeitungsanzeigen (Business Anzeige). Das wichtigste ist aber natürlich ein Netzwerk von Zuweisern.

Persönlich würde ich nach den gleichen Standards arbeiten, wie wenn du niedergelassene Therapeutin wärst, also ebenso Diagnostik, Therapie etc. Theoretisch kann man aber als HP alles machen *was nicht schadet*. Da muss denke ich jeder für sich überlegen, welche Standards man will. Insofern sollte man auch über Supervision und Intervision nachdenken.

Finanziell ist vor allem zu bedenken, dass man sich entsprechend versichern muss.

Es ist definitiv möglich, bereits so Patienten zu behandeln, doch man sollte je nach Ziel entscheiden, ob sich das lohnt. Wenn es dir nur darum geht, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wird es sich wohl nicht lohnen, da viel langfristig angelegte Arbeit notwendig ist. Wenn du deinen Lebensunterhalt selbständig verdienen willst, gibt es deutlich lukrativere Optionen über zB Gutachten oder Kurse. Wenn du dir langfristig einen Namen machen willst, kann es sich evtl lohnen. Wenn es dir um möglichst viel Therapieerfahrung geht, würde ich eher prüfen, ob in deinem Bundesland die Möglichkeit besteht, auch ohne Ausbildung schon als Assistentin zu arbeiten. Ansonsten kann es auch möglich sein, einfach viele Patienten für die Fälle zu nehmen und davon zu leben, jedoch begrenzen viele Institute die Stunden.

Grüße
T.
 
Verfasst am: 03. 06. 2019 [15:18]
sarah.jg
Dabei seit: 02.09.2014
Beiträge: 3
Hallo Luiselotte,
auf deine Frage kann ich leider nicht konkret antworten, aber ich hatte das gleiche “Problem” und habe mich freiberuflich etwas umgeschaut und Arbeit gefunden. Leider ist es etwas viel zu schreiben, aber du darfst dich bei Interesse gerne bei mir Melden. Deine Idee finde ich aber gar nicht so schlecht!
Liebe Grüße
Sarah
 
Verfasst am: 08. 08. 2019 [10:43]
sickmann
Dabei seit: 26.02.2017
Beiträge: 3
Hallo,

ich kenne auch Kolleginnen, die das so während der Ausbildung gemacht haben. Ich komme aus Hessen, dort zumindest bekommt man den Heilpraktikerschein wohl recht unkompliziert.

Ich selber habe lieber als Ausbildungsassistent in einer etablierten Praxis gearbeitet. Diese Möglichkeit gibt es allerdings nicht überall, da müsstest du dich für Dein Bundesland informieren. Für mich war die Ausbildungsassistenz weniger aufwendig, es gab Räume, eine bestehende Warteliste, etablierte Prozesse, es war also alles sehr einfach. Finanziell kommt es da natürlich darauf an, was die Praxisinhaberin bezahlt. Für mich war es auch finanziell attraktiver als die HP Zulassung.

Liebe Grüße
Helge
 



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