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Auswahlgespräch
Verfasst am: 28. 02. 2020 [22:09]
deniz94
Themenersteller
Dabei seit: 28.02.2020
Beiträge: 7
Hallo alle zusammen.
Ich möchte demnächst meine Bewerbung für die KJP Ausbildung abschicken. Jedoch mache ich mir Sorgen darüber, wie das Auswahlgespräch ablaufen wird und was man mich dort fragen wird. Vor allem verunsichert es mich, dass ich keine therapeutische Vorerfahrung habe. Gibt es hier jemanden, der/ die von ihrem/seinem Auswahlgespräch berichten möchte?
 
Verfasst am: 29. 02. 2020 [13:00]
mss
Dabei seit: 27.12.2019
Beiträge: 18
Also ich habe selbst noch kein Auswahlgespräch geführt, aber so wie ich es (v.a. von Infoverantstatlungen) mitbekommen habe, geht es da v.a. um Formalien (erfüllst du die Voraussetzungen?) und um deine Motivation. Außerdem kannst du all deine Fragen loswerden.

Letztlich wollen die ja Geld von dir. Und nicht du von denen.

Therapeutische Vorerfahrung haben jedenfalls die wenigsten. Woher auch? Der Großteil hat je ein Praktikum im Bachelor und Master gemacht. Einige haben vielleicht schon mal beratend gearbeitet.

Ansonsten habe ich auch schon ehemalige Sozialpädagogen getroffen, die z.B. nach 10 Jahren Kitaleitung eine neue berufliche Herausforderung suchten…

Ich würde mir keine große Sorgen machen. Viel Erfolg!
 
Verfasst am: 29. 02. 2020 [13:08]
deniz94
Themenersteller
Dabei seit: 28.02.2020
Beiträge: 7
Vielen Dank für die Antwort! Hast mich grad echt erleichtert ☺️
"mss" schrieb:

Also ich habe selbst noch kein Auswahlgespräch geführt, aber so wie ich es (v.a. von Infoverantstatlungen) mitbekommen habe, geht es da v.a. um Formalien (erfüllst du die Voraussetzungen?) und um deine Motivation. Außerdem kannst du all deine Fragen loswerden.

Letztlich wollen die ja Geld von dir. Und nicht du von denen.

Therapeutische Vorerfahrung haben jedenfalls die wenigsten. Woher auch? Der Großteil hat je ein Praktikum im Bachelor und Master gemacht. Einige haben vielleicht schon mal beratend gearbeitet.

Ansonsten habe ich auch schon ehemalige Sozialpädagogen getroffen, die z.B. nach 10 Jahren Kitaleitung eine neue berufliche Herausforderung suchten…

Ich würde mir keine große Sorgen machen. Viel Erfolg!
 
Verfasst am: 01. 03. 2020 [22:29]
zora
Dabei seit: 29.05.2017
Beiträge: 18
Hallo,
ich habe für die KJP-Ausbildung drei VG geführt; zwei mit Erwachsenenanalytikerinnen und eins mit einer Kinderanalytikerin. Es waren relativ offene, jedoch sehr unterschiedliche Gespräche. Man hätte sie nicht mit einem klassischen Bewerbungsgespräch vergleichen können; sie sind vielmehr aus der jeweiligen Dyade entstanden. Ich denke, Ziel ist die ganz persönliche Motivation gemeinsam reflektieren zu können und die Belastbarkeit des Bewerbers einzuschätzen, die für so einen Weg auch nötig ist.
Nicht viel mehr, nicht viel weniger. Aber das ist je nach Schule und Institut sicher individuell.
Viel Erfolg, Zora
 
Verfasst am: 27. 04. 2020 [22:30]
locinluz
Dabei seit: 14.04.2020
Beiträge: 3
Hallo,
also mein Bewerbungsgespräch war schon erstaunlich lang (2h) und wir haben über alles mögliche gesprochen, beispielhafte Fragen waren was meine Talente als Psychotherapeutin seien, wie ich mir die Finanzierung vorstelle, nach welchen Kriterien in die Praktikastellen auswählen würde, was ich beispielsweise in der Selbsterfahrung bearbeiten könnte. Also teilweise schon recht persönlich, aber mir wurde danach gesagt, dass das eben überprüfen sollte, inwiefern ich mich öffnen kann, da man das als Therapeut ja können sollte, wenn man es nun mal von den Patienten auch erwartet.

LG
 
Verfasst am: 02. 05. 2020 [13:37]
mss
Dabei seit: 27.12.2019
Beiträge: 18
Vielen Dank Zora und locinlus für eure Erfahrungsberichte! Ich finde die sehr spannend und hilfreich icon_biggrin.gif

Finde es teilweise allerdings auch ein bisschen befremdlich: die Finanzierung geht die doch z.B. gar nichts an (mich fragt ja auch kein Hausverkäufer, wie ich das bitte bezahlen will).

Und ich will z.B. auch nicht, dass sich meine Patienten sofort und auf der Stelle (gleich beim Erstgespräch) bedingungslos öffnen; Das finde ich irgendwie auch nicht "normal" (meine Meinung).

Oder die "Belastbarkeit". Dass ein potenzieller Arbeitgeber die prüft, verstehe ich. Aber ein Ausbildungsinstitut? Ich bezahle schließlich für die Ausbildung… icon_rolleyes.gif

Naja, mich würde jedenfalls interessieren, ob schon mal jemand bei einem Institut nicht genommen wurde?
 
Verfasst am: 02. 05. 2020 [16:59]
deniz94
Themenersteller
Dabei seit: 28.02.2020
Beiträge: 7
Mich würde auch interessieren, ob und warum jemand vom Institut abgelehnt wurde.
 
Verfasst am: 03. 05. 2020 [22:05]
zora
Dabei seit: 29.05.2017
Beiträge: 18
Hallo, noch mal.
Ich weiss nicht, ob jemand abgelehnt wurde.
Aber ich hätte noch ein, zwei Ideen zum Thema: Ich Bezahle für die Ausbildung.
-> Es ist so, dass viele Institute getragen werden von Menschen, die ihr Wissen weiter geben wollen, aber ehrenamtlich arbeiten oder für eine Aufwandsentschädigung, die hinter dem üblichen Honorar liegt, was sie sonst in ihrem Hauptberuf als Therapeuten bekommen. Bei uns im Institut wird die Kostenstruktur den höheren Semestern, welche schon behandeln, transparent gemacht und Ausbildungskandidaten bei wichtigen Entscheidungen nach ihrem Stimmungsbild gefragt.
Zum Thema Belastbarkeit: Ich denke mittlerweile, im fünften Jahr der Ausbildung, dass dieses Durchhalten nicht so selbstverständlich ist. Das Institut will nicht nur dein Geld. Das Institut will, dass du das packst (zumindest die Guten). Aber nach den Kriterien, die das Gesetz und die Verbände deiner Schule vorgeben, also ohne an Qualität zu sparen.
Neben der Arbeitsbelastbarkeit gibt es aber auch noch die psychische Belastbarkeit: Das Institut ist - als Ambulanz, welches die Kooperationsverträge mit Kliniken abschließt und welches selbst in der Regel Teil der kassenärztlichen Versorgung ist - verantwortlich dafür, wen es auf die Patienten loslässt. Nicht einschätzen zu wollen, ob eigene Anteile, im Sinne einer persönlichen Weiterentwicklung in den Selbsterfahrungsanteilen, entsprechend bearbeitet werden können, um gegenüber den Patienten abstinent(also frei von eigenen unreflektierten Bedürfnissen)werden zu können, wäre doch fahrlässig, oder?

Aus all diesen Fragen spricht vielleicht ja auch ein wenig Aufregung. Ich kam mir selten mutiger vor, als zu Beginn meiner Ausbildung. Viele Grüße, Zora
 
Verfasst am: 03. 05. 2020 [22:09]
locinluz
Dabei seit: 14.04.2020
Beiträge: 3
Ich kann leider keine Angaben machen zur Ablehnung von einem Institut, aber warum das Institut zum Beispiel wissen möchte, wie du dir das finanzierst kommt wahrscheinlich daher, dass die Institute nicht möchten, dass jemand mitten in der Ausbildung abbricht, weil das Geld fehlt, zum anderen zeigt es ja auch wie ernsthaft du dich schon mit dem Thema Ausbildung beschäftigt hast und weiterhin kann das Institut dir ja auch noch weitere Tipps geben, wie zb dass der Bezug von Bafög möglich ist.
Aber ich finde auch, dass einige Fragen in meinem Falle eben zu persönlich waren, das habe ich auch nicht so erwartet.
 
Verfasst am: 09. 06. 2020 [16:25]
ktill
Dabei seit: 05.06.2020
Beiträge: 9
"deniz94" schrieb:

Mich würde auch interessieren, ob und warum jemand vom Institut abgelehnt wurde.


Eine Freundin wurde vor 4 Jahren an dem Institut der Uni Osnabrück abgelehnt, da sie zu "eklektisch" ausgerichtet war. In dem Zusammenhang war also eine an der selben Uni genossene Systemische Ausbildung der Ausschlag für die Ablehnung.
Wir vermuten, Grund war ein Streit der "Schulen". VT hatte und hat die Oberhand.
Sie ist woanders mit der Ausbildung glücklich geworden. - Es gibt immer ein danachicon_cool.gif
 



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