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Bericht zum 15. PiA-Politik-Treffen

28.05.2019 13:22

„Was bringt die Ausbildungsreform? Das PIA – Politik - Treffen gestaltet mit!“
Unter diesem Motto fand am 06.04.2019 das 15. PiA-Politik-Treffen (PPT) in Berlin statt.

Etwa 50 PiA und approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten debattierten in diesem Rahmen über den Stand der Reform und entwarfen Pläne zur Mitgestaltung. Doch was bedeutet es, einen politischen Prozess mitzugestalten?

Zunächst erscheint es relevant, die Vorgänge zu verstehen, die zu einem Ergebnis führen und Gedanken zu entwickeln, um diese Prozesse zu begleiten. Die Eckpunkte zur anstehenden Reform lieferte Dr. Johannes Klein-Heßling (Bundespsychotherapeutenkammer) in seinem Vortrag. Er informierte ausführlich über den Gesetzesentwurf und machte im Vergleich zwischen dem Referenten- und Kabinettsentwurf deutlich, dass der geplante Weg nicht nur Zustimmung zulässt. Neben dem großen Lob für viele progressive Veränderungsgedanken scheinen insbesondere die Finanzierung der ambulanten Weiterbildung, karge Ausführungen zu Strukturmerkmalen im Bereich der theoretischen Ausbildung und knappe Übergangsregelungen - 12 Jahre sind nicht genug - veränderungswürdig.

Der digitale Buschfunk funktioniert sehr gut und vieles ist bereits bekannt. Es wundert daher nicht, dass in den anschließenden Kurzberichten der BuKo-PiA sowie der ver.di und PsyFaKo-Vertretung einige Aspekte aufgegriffen und schnell gemeinsame Ziele formuliert werden konnten:
- Vernetzung,
- Verbesserung der Mitbestimmung,
- Begleitung der Ausbildungsreform.

Dass dies nicht einfach nur Phrasen sind, zeigen die Rückmeldungen der anwesenden Gäste: Maria Klein-Schmeink (Die Grünen, MdB) sowie Tanya Dolis, wissenschaftliche Referentin von Wieland Schinnenburg (FDP) und Samuel Decker als Vertreter von Sylvia Gabelmann (Die Linke, MdB) bestätigten, dass vorangegangene Aktionen den Politik-Akteuren deutlich vor Augen geführt haben, wie prekär die Ausbeutungs-Ausbildungssituation ist.
Doch wo setzt man zukünftig an? Dafür gibt es zunächst eine klare Empfehlung, wie es nicht laufen soll: „Je mehr die Unterschiedlichkeit [der Psychotherapieverfahren und Verbände] nach außen getragen wird, desto schwieriger wird es, etwas voranzubringen.“, so Maria Klein-Schmeink.
Allen ist klar: Nur gemeinsam lässt sich der Prozess effizient gestalten und das Ergebnis beeinflussen.
In den Pausendiskussionen fielen viele Schlagworte, die als Grundlage für weitere Aktionen gebündelt wurden. Sie werden zukünftig nicht nur in den Offline-Protesten und den Lobbykontakten eine zentrale Rolle spielen, sondern auch die sozialen Medien fluten.


Klingt das spannend? Für (PiA-)Politik-Interessierte haben wir hier ein paar Anlaufstellen gelistet, die bei dem Einstieg in die Berufspolitik eine stabile Basis darstellen können:


DPtV: Hier auf dem PiAPortal
Ergebnisse der Umfrage zur aktuellen Situation der PiA: https://www.klein-schmeink.de/data/user/PDF-Dokumente/2017/Ergebnisbericht_PiA-Umfrage.pdf

Websites (Verbändeübergreifend): https://piapolitik.de/ | https://pia-im-streik.de/ |https://piaforum.de/
Gremien: BuKo (https://www.bptk.de/bptk/gremien/) | ver.di (https://gesundheitsoziales.verdi.de/ueber-uns/gremien/ag-pia) | PsyFaKo (https://psyfako.org/)

Kolleginnen und Kollegen, die sich engagieren wollen, sind in der DPtV herzlich willkommen und können dem Sprecherteam der `Jungen Psychotherapeut*innen` Ihre Ideen und Vorstellungen schreiben: jp-sprecherteam@dptv.de