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Online-Vollversammlung Junge Psychotherapeut*innen 18.09.20

24.09.2020 13:26

Am 18.09.2020 fand die diesjährige Vollversammlung der Gruppe der Jungen Psychotherapeut*innen (Studierende, PiA, Neuapprobierte) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie das erste Mal online. Um die 100 Teilnehmer*innen verfolgten die gesamte Veranstaltung und beteiligten sich rege über Chat an der Diskussion. Dr. Christina Jochim, kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand, führte durch die Veranstaltung und wurde dabei während der Diskussionen von Katharina Simons aus dem Sprecher*innen-Team der Jungen Psychotherapeut*innen unterstützt.

Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der DPtV, berichtete im ersten Teil über aktuelle berufspolitische Entwicklungen, wie die Integration der Systemischen Therapie in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Auch stellte er Regelungen im Reformgesetz der Psychotherapeutenausbildung vor, die für die zukünftige psychotherapeutische Versorgung relevant sind. Dazu gehört unter anderem die Erarbeitung einer Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur Versorgung von psychisch schwer erkrankten Personen.

Barbara Lubisch, stellv. Bundesvorsitzende, gab einen Überblick über den Stand der Umsetzung des Psychotherapeutenausbildungsreformgesetzes. Die Themen rund um die Ausbildungsreform waren besonders interessant für die Teilnehmer*innen und es gab viele Fragen zur sogenannten 1.000-Euro- und 40-Prozent-Regelung im Reformgesetz, die in einem Vortrag von Dr. Markus Plantholz, Justiziar der DPtV und Fachanwalt für Medizinrecht, zusätzlich aus juristischer Seite beleuchtet werden konnten. Es wurde deutlich, dass es sowohl bei der 1.000-Euro- als auch bei der 40-Prozent-Regelung viele ungeklärte Aspekte gibt, die im Reformgesetz vom Gesetzgeber nicht präzisiert wurden. Dies führt dazu, dass sich für PiA - entgegen der Intention des Gesetzgebers - bisher die Situation kaum verbessert hat. Die DPtV unterstützt die Studierenden und PiA weiterhin in ihrer prekären Lage und fordert eine Klarstellung offener Punkte vom Gesetzgeber sowie ein zügige Umsetzung der Reformregelungen. Davon abgesehen sei klar, betonte Christina Jochim während der Veranstaltung, dass PiA immer noch keine angemessene Vergütung erhalten. Vernetzung und berufspolitisches Engagement für PiA-Themen bleiben so dann auch ein dringendes Anliegen des Verbandes.

Das Sprecher*innen-Team der Jungen Psychotherapeut*innen gab einen Einblick in seine berufspolitischen Aktivitäten. Es engagiert sich unter anderem an Universitäten und klärt dort über den Berufsweg zum*r Psychotherapeut*in auf (Universitäts-Projekt). Die Teilnehmer*innen der Vollversammlung erhielten einen Eindruck über die Bandbreite der Themen und bekamen unter anderem Infos zu den beruflichen Perspektiven nach der Approbation. Anschließend wurde ein neu zusammengesetztes Sprecher*innen-Team von teilnehmenden DPtV-Mitgliedern in seiner Funktion bestätigt. Wir bedanken uns beim letzten Team für das Engagement für die Themen der Studierenden, PiA und Neuapprobierten und gratulieren den wieder- und neu gewählten Sprecher*innen ganz herzlich zur Wahl!

Hier geht es zu den Vortragsfolien der JPt-VV vom 18.09.2020: www.piaportal.de/downloads