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Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) protestieren

09.11.2012 14:00

Ausbeutung beenden – Ausbildungsreform jetzt!

Berlin, 8. November 2012. Erneut rufen die Psychotherapeut/-innen in Ausbildung (PiA) bundesweit zum Protest auf. Am 14. November 2012 gehen sie gemeinsam mit ihren sich solidarisch erklärenden approbierten Kolleginnen und Kollegen in Berlin, Münster, Hannover,Hamburg, Bremen, Köln, Frankfurt, Mainz, Heidelberg und München auf die Straße, um zum wiederholten Male auf die unhaltbaren Zustände in ihrer Ausbildung aufmerksam zu machen. Zwei zentrale Forderungen stehen dabei im Fokus: Die mangelhafte Bezahlung ihrer Arbeit und die Unklarheit darüber, welcher Abschluss seit der Umstellung von Diplom auf Bachelor-/Master-Studiengänge zur psychotherapeutischen Ausbildung befähigt.

Völlig unfassbar ist, dass PiAs während der vorgeschriebenen „Praktischen Tätigkeit“ in psychiatrischen Kliniken meist keine oder eine sehr geringe Vergütung für ihre Leistungen erhalten. Dabei handelt es sich um vollausgebildete Akademiker/innen (Dipl. Psychologen, Dipl. Sozialpädagogen bzw. Dipl. Pädagogen) mit einem erfolgreich abgeschlossenen Studium, die wichtige Leistungen direkt am Patienten erbringen. „Wir PiA machen das Spiel nicht mehr mit. Wir haben die Nase voll“, beschreibt Dipl.-Psych .Katharina Röpcke die Stimmung bei den zukünftigen Psychotherapeuten.

Die Forderung des Psychotherapeutennachwuchses richtet sich an die Politik. Diese soll klare gesetzliche Regelungen schaffen, damit endlich eine angemessene Vergütung entsprechend der beruflichen Qualifikation festgeschrieben wird. Trotz des fehlenden Einkommens muss die Ausbildung zum Psychotherapeuten an Instituten privat finanziert werden. Sie dauert zwischen drei und fünf Jahren. Dies ist eine finanzielle Belastung von bis zu 600 Euro pro Monat, die insbesondere in den 1,5 Jahren praktischer Ausbildung nur mit Hilfe fremder Unterstützung getragen werden kann: „Diese Selektion muss abgeschafft werden; einen sozialen Numerus Clausus darf es für diese Ausbildung nicht mehr geben!“, unterstreicht Röpcke.

Es ist völlig unverständlich, dass der Gesetzgeber nach 13 Jahren unbezahlter Ausbildung immer noch keine akzeptablen Regelungen geschaffen hat“, kritisieren auch die Verbände.

Unterstützt werden die Aktionen von 13 psychotherapeutischen Verbänden und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Alle Beteiligten fordern eine umgehende Novellierung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG), das seit 1999 die Grundlage der Ausbildung ist und endlich einen klaren gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung.

Gefordert wird auch, den Zugang zur Psychotherapeutenausbildung auf das Masterniveau festzuschreiben. Die derzeitigen Unklarheiten, welcher Abschluss seit der Umstellung auf einen Bachelor- bzw. Masterstudiengang zum Zugang berechtigt, seien unhaltbar und müssten umgehend beseitigt werden. „Wir Psychotherapeuten üben einen akademischen Heilberuf aus. Hierzu ist die wissenschaftliche Fundierung auf Masterniveau vor Aufnahme einer Ausbildung zum Psychotherapeuten unabdingbar“, sind sich die PiA gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di und den Vertretern der Berufsverbände einig.

Gemeinsam rufen alle beteiligten Verbände für den 14. November in Berlin in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr zu einer Demonstration auf. Der Weg führt vom Berliner Abgeordnetenhaus zum Bundesgesundheitsministerium in der Friedrichstraße 108, wo Minister Daniel Bahr rund 9000 Protest-Unterschriften überreicht werden sollen. Zeitgleich finden Demonstrationen in acht weiteren Städten statt.

Kontaktdaten:
Katharina Röpcke: PiA für gerechte Bedingungen! 0176-24247025
Ariadne Sartorius, bvvp: 0151 - 24063766
Kerstin Sude, DPtV: 0151 - 11 65 13 69
Jean Rossihol, VPP: 0176 622003178
Meike Jäger, ver.di: 0170 - 7948197
Robin Siegel, Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen: 0176 - 64805787

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