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16. PiA-Politik-Treffen: Sprecherteam der Jungen Psychotherapeut*innen berichtet

07.10.2019 12:40

Am 29. September fand das 16. PiA-Politik-Treffen (PPT) in Frankfurt statt, es war ein sehr gelungenes Treffen mit inspirierenden Referent*innen und Diskussionen zum Stand der Ausbildungsreform. Wir haben für Euch/Sie Teilnehmende des Sprecher*innenteams der Jungen Psychotherapeut*innen (JPt) der DPtV gefragt, was ihnen besonders gefiel.

Eine Kollegin aus dem Organisationsteam des 16. PPT dazu:

„Das PiA-Politik-Treffen fand genau zur richtigen Zeit statt. Nach der Verabschiedung des Ausbildungsreformgesetzes war ich zunächst verwirrt darüber, was die Konsequenzen der Reform sein werden. Der Austausch auf dem 16. PiA-Politik-Treffen hat meine Gedanken strukturiert und eine erste Klarheit darüber gebracht, was nun zu tun ist. Beispielsweise konnten wir uns verbändeübergreifend darüber abstimmen, wie wir inhaltlich reagieren wollen. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der Psychologie-Fachschaften-Konferenz (PsyFaKo) und Bundeskonferenz der PiA (BuKo) eine Stellungnahme verfassen werden. Von den Teilnehmenden kam außerdem insgesamt viel positives Feedback für unser Engagement, mit dem wir den Reformprozess begleitet haben. Das ging wirklich runter wie Sahne. Gern geschehen!“

Ein weiterer junger approbierter Psychotherapeut aus dem DPtV-Sprecherteam der JPt, der am Treffen als Zuhörer teilnahm, konstatierte:

„Ich fand insbesondere den Vortrag von Andrea Benecke, Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, über die Weiterbildungsordnung interessant, weil sie spannende Aspekte, wie z. B. aktuelle Ideen zur Umsetzung einer Musterweiterbildungsordnung, was sehr komplex ist, bis hin zur Erarbeitung der neuen mündlichen Prüfungen, schilderte. Gleichzeitig informierte sie darüber, wie derzeit von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) auch Aktivitäten beim Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) begleitet werden, denn aktuell ist eine „Kampagne“ zur Weiterentwicklung (des schriftl. Staatsexamens) gestartet. Auch berichtete Andrea Benecke, wie die Haltung der BPtK gegenüber dieser Aktivitäten sei: Ein Einbezug der Kammern sei bei dem Thema Weiterbildung unumgänglich.

Darüber hinaus war es interessant für mich, die „Stimmung“ der PiA mit zu bekommen. In einer der Arbeitsgruppen des Treffens kam bspw. folgende Frage auf: „Wie reagieren wir jetzt auf das neue Ausbildungsreformgesetz?“. Hier wurde deutlich, dass die PiA sich zwar gehört, jedoch noch weit unter Wert verkauft fühlen. Die Reform habe die prekäre Situation der PiA bislang nicht überwunden, sondern durch die 1.000- Euro-Regelung für jetzige PiA und die 40 %-Regelung für die zukünftigen Psychotherapeut*innen in Weiterbildung (PiW) lediglich den momentanen Ist-Zustand der PiA festgeschrieben. Das barg auch Unmut.

Schließlich war es noch eine Freude und Trauer zugleich, dass wir Kerstin Sude verabschiedeten, die sich nach jahrelangem Engagement im Bereich der PiA-Politik aus dem Organisationsteam zurückzieht. Freude deshalb, weil es ein schöner Moment war, wie es viele in der Vergangenheit mit ihr in der Berufspolitik gegeben hat, Trauer, weil es ein Abschied war. Danke Kerstin Sude!“

Das PiA-Politik-Treffen findet zweimal im Jahr statt und ist offen für alle, die sich für die Verbesserung der psychotherapeutischen Ausbildung einsetzen und über berufspolitische Entwicklungen informieren möchten. Das 17. PPT wird im März 2020 in Berlin stattfinden. Mehr Infos rund um das PPT gibt es auf der Seite www.piapolitik.de